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Was für ein aufregender Tag in Sahlenburg!

 

Am Samstag, den 05.07. machten wir uns mit 16 Teens und jungen Leuten auf den Weg nach Sahlenburg, um uns für einen Tag die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Die Wettervorhersage hatte für den Nachmittag zwar Gewitter und Starkregen angekündigt, aber so richtig wollte das keiner von uns glauben. Die Stimmung war einfach zu gut und der Himmel versprach morgens auch etwas ganz anderes. Gegen Mittag erreichten wir mit Sack und Pack den Strand und richteten uns gemütlich ein: Decken, Badelaken, Sonnenhüte und Strandmuscheln wurden ausgepackt und der erste Trupp machte sich schon auf, um das Watt unsicher zu machen.

Das Wattwandern wurde für mich zu einem besonderen Erlebnis: Es war großartig, Gottes Schöpfung so direkt unter den nackten Füßen zu spüren – das ist etwas, was ich nicht jeden Tag zu sehen bekomme. Krebse beobachten, sonderbare Muscheln sammeln, im Priel das warme Wasser um die Füße sprudeln lassen und knietief im Schlick versinken – da dauerte es schon eine ganze Weile, bis ich mich lachend wieder befreien konnte. Mir wurde in diesem Moment bewusst, dass das Wattenmeer nicht ohne Grund zum Weltkulturerbe gerechnet wird, ein ganz besonderer Schatz in der Natur, der von uns entdeckt werden will…Die Jungs hielten sich derweil mit einer Matsch-Schlacht bei Laune. Die schlechte Wettervorhersage war längst vergessen…

Nachdem wir uns zurück im Strandlager gestärkt hatten, war erstmal Ausruhen angesagt. Und da zogen doch tatsächlich die ersten Gewitterwolken auf! Der Himmel wurde immer schwärzer und die ersten Familien in unmittelbarer Strandnachbarschaft verließen in weiser Voraussicht den Strand. Aber wir hatten alle dieselbe Meinung in dieser Sache und wollten einfach nicht gehen: Der Regen wird schon an uns vorbeiziehen – jetzt wo wir uns gerade so häuslich eingerichtet haben… Schwimmen sollte doch später auch noch auf dem Programm stehen! Leider erwischte uns das Gewitter dann heftiger als erwartet: innerhalb weniger Minuten kam ein Sandsturm auf und schwere Regentropfen prasselten auf uns nieder. Wir schafften es gerade noch so, unsere sieben Sachen zu packen, die kleinen (inzwischen weinenden) Kinder unter den Arm zu klemmen und uns unter die nächste Hütte zu retten. Inzwischen waren alle klitschnass. Die Stimmung war dennoch bombe: Wow, endlich ein richtiges Abenteuer!

Im Auto hatten wir uns schnell aufgewärmt und nasse Kleidung notdürftig gewechselt. Auch wenn der Strandaufenthalt für uns damit leider sehr abrupt und viel zu früh beendet wurde, war es für alle ein aufregender Tag, der noch lange unvergessen bleiben wird.  Für mich war es beeindruckend, die Kräfte der Natur –  Gottes Handschrift – so live und unmittelbar zu erleben und ich staune darüber, was er geschaffen hat und was er uns Menschen schenkt!

von Daniela Hellmick

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